Wirtschaft -

Ausbildungsplatz-Börsen: Noch 27.000 offene Stellen

Am 1. September hat das neue Ausbildungsjahr angefangen, und aktuell sind noch rund 27.000 unbesetzte Ausbildungsstellen in den Börsen der Handwerkskammern gemeldet. Die Zahl der Neuverträge steigt jedoch im Vergleich zum Vorjahr.

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2015 übersteigt aktuell die Zahl der offenen Lehrstellen die Zahl der Bewerber. Allein in den Börsen der Handwerkskammern sind noch immer rund 27000 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Dank der großen Anstrengungen bei der Einwerbung von Auszubildenden, verstärkten Hilfen für Jugendliche mit schlechteren Startchancen und einer höheren Bereitschaft von Abiturienten, eine Handwerksausbildung zu starten, wird die Zahl der Neuverträge im Handwerk 2015 aber mindestens den Stand des Vorjahres erreichen. Dies ergeben Schätzungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) auf Basis der aktuell vorliegenden Julizahlen.

„Unser Werben um alle Jugendlichen wirkt sich positiv aus. Die duale Ausbildung im Handwerk bleibt der goldene Boden. Facharbeiter sind dank moderner Ausbildung für die Zukunft gerüstet und werden gesucht. Meisterinnen und Meister kennen praktisch keine Arbeitslosigkeit", sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des ZDH.

Assistierte Ausbildung

Mehr Zulauf von Berufseinsteigern soll auch die „Assistierte Ausbildung“ bringen, ein neues Unterstützungsangebot an förderbedürftige Jugendliche und ihre Ausbildungsbetriebe. Es wurde im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung entwickelt und richtet sich an Betriebe, die einen lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten jungen Menschen ausbilden möchten. Wer als Betrieb einen lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten jungen Menschen ausbilden möchte, kann durch einen Bildungsträger individuell zugeschnittene Unterstützungsleistungen vor und während der Ausbildung erhalten. Die Maßnahmekosten werden durch die Agenturen für Arbeit beziehungsweise die Jobcenter vollständig getragen. Die Teilnahme an der Assistierten Ausbildung kann zu jedem Zeitpunkt der Ausbildung beginnen. Die Handwerkskammer beraten über dieses Förderprogramm.

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