Wirtschaft -

Ausbildung: Lehrlinge ohne Grenzen

Betriebe im grenznahen Raum erhalten zunehmend Bewerbungen aus Nachbarländern. Ausländische Lehrlinge sind eine Chance für das Handwerk, wenn man die Risiken kennt. Das zeigen diese Beispiele.

Trotz der hohen Ausbildungsvergütung im Maurerhandwerk sind Bewerber um Lehrstellen Mangelware, nicht nur in Brandenburg, aber hier besonders. Das musste auch die Terpe Bau GmbH in Spremberg erfahren. Aber mit Adam Nowakowski scheint das 50 Mitarbeiter zählende mittelständische Unternehmen das große Los gezogen zu haben. Der 24-jährige Pole bringt die Bereitschaft für diese Ausbildung auf, obwohl er bereits ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann. „So qualifizierte Bewerber findet man selten“, sagt Sybille König, Assistentin der Geschäftsleitung.

Das Handwerk muss sich längst auch jenseits der Grenzen nach Nachwuchs umsehen, schließlich ist die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze im Handwerk 2013 um ganze 3,5 Prozent zurückgegangen.

Auch Manfred Kaufmann von der Waury-Fördertechnik GmbH war davon überzeugt, dass Rafal Dawidowicz sich gut entwickeln würde. In seiner Heimatstadt Zielona Góra hat er eine Kfz-Ausbildung abgeschlossen, aber danach keinen Arbeitsplatz gefunden. Jetzt geht er in Cottbus ein zweites Mal in die Lehre. Bei dem auf Gabelstapler, Baumaschinen, Lager- und Reinigungsfahrzeuge spezialisierten Unternehmen hat Rafal gute Aussichten, nach der Ausbildung übernommen zu werden.

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