Arbeitsschutz und Gesundheit -

Vorsorge: Unfall- und Gesundheitsrisiken im Betrieb minimieren

„(4) Angebotsuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten sind.“

Sekretärinnen oder Sachbearbeiter, die regelmäßig und stundenlang am Bildschirm tätig sind, gehören z. B. zu den Beschäftigten, die Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen der Augen haben. Untersucht werden sollen Bildschirmarbeiter vor der Arbeitsaufnahme, danach in regelmäßigen Abständen sowie dann, wenn Probleme mit den Augen auftreten.

(5) Wunschuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die der Arbeitgeber den Beschäftigten nach § 11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen hat.“

Dort steht etwas vage: „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten auf ihren Wunsch unbeschadet der Pflichten aus anderen Rechtsvorschriften zu ermöglichen, sich je nach den Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit regelmäßig arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen, es sei denn, auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.“ Experten gehen davon aus, dass Wunschuntersuchungen etwa bei Belastungen des Muskel-Skelett-Systems infrage kommen könnten.

Außerdem unterscheidet die Verordnung nach dem Zeitpunkt der Durchführung Erstuntersuchungen (arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen vor Aufnahme einer bestimmten Tätigkeit), Nachuntersuchungen (arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen während einer bestimmten Tätigkeit oder anlässlich ihrer Beendigung) sowie nachgehende Untersuchungen (arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach Beendigung bestimmter Tätigkeiten, bei denen nach längeren Latenzzeiten Gesundheitsstörungen auftreten können, z. B. beim Umgang mit Asbest).

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