Arbeitsschutz und Gesundheit -

Vorsorge: Unfall- und Gesundheitsrisiken im Betrieb minimieren

Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein wichtiger Punkt in der Fürsorgepflicht der Unternehmer. Jeder Mitarbeiter muss medizinisch beraten werden und bei Bedarf auch untersucht werden. Da viele Handwerker am Arbeitsplatz gewissen Unfallrisiken und Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt sind, ist es hier besonders wichtig, die arbeitsmedizinische Vorsorge sorgfältig zu betreiben.

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Weil Beschäftigte – bei aller Freude am Beruf – an ihrem Arbeitsplatz auch Unfallrisiken und körperlichen und seelischen Gefährdungen ausgesetzt sind, schreibt der Gesetzgeber dem Arbeitgeber umfangreiche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz vor. Und das ist gut so. Denn Berufskrankheiten und berufsbedingter Erwerbsunfähigkeit soll unbedingt vorgebeugt werden. Weil arbeitsmedizinische Vorsorge dazu einen wichtigen Beitrag leistet, muss jeder Unternehmer im Rahmen seiner Fürsorgepflicht sicherstellen, dass alle Mitarbeiter medizinisch beraten und bei Bedarf auch untersucht werden.

Populär sind besonders arbeitsmedizinische Untersuchungen nicht. Die Betriebe fürchten belastende Kosten, die Beschäftigten scheuen den Gang zum Betriebsarzt oder zum Spezialisten aus Angst, womöglich als nicht belastbar zu gelten. Interessenvertreter wie etwa die Gewerkschaften fürchten, dass Untersuchungsergebnisse zur Diskriminierung der Betroffenen führen könnten. Der Gesetzgeber sagt deshalb unmissverständlich: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist Pflicht. Grundlage für die Ermittlung des Bedarfs ist die individuelle betriebliche Gefährdungsbeurteilung. Darin muss jeder Arbeitgeber Gefährdungen und psychische Belastungen an allen Arbeitsplätzen in seinem Unternehmen umfassend ermitteln. Die erforderlichen arbeitsmedizinischen Vorsorgemaßnahmen muss er aus den betriebsspezifischen Gegebenheiten ableiten, in der Regel beraten vom Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Dabei muss er staatliches Recht und die Vorschriften der Unfallversicherungsträger beachten.

Warum Sie mehr tun müssen als Untersuchungen anbieten

Im Idealfall soll arbeitsmedizinische Vorsorge im Betrieb weit mehr leisten, als Checklisten für bestimmte Arbeitsplätze bzw. Tätigkeiten abzuhaken und den betreffenden Mitarbeitern die gesetzlich geforderten ärztlichen Untersuchungen – natürlich während der Arbeitszeit - zu ermöglichen. Arbeitsmedizinische Vorsorge soll die Beschäftigten auch umfassend darüber aufklären, wie die Arbeit ihre Gesundheit beeinflusst und wie sie sich vor Gesundheitsgefahren schützen können. Das nützt auch dem Betrieb – denn gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger.

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