Arbeitsrecht: Wann Resturlaub verfällt

Resturlaub sorgt immer wieder für Diskussionen bis hin zu ernsten Auseinandersetzungen vor Gericht. In vielen Betrieben ist der 31. März Stichtag. Doch auch vorher kann der Resturlaub aus 2013 verfallen. Wie Chefs auf der sicheren Seite sind.

Viele Aufträge, engagierte Gesellen, Krankheit, Gründe, weshalb Mitarbeiter ihren Urlaub nicht bis Ende 2013 genommen haben, gibt es viele. Doch der Übertrag ins neue Jahr bereitet gleich zwei Probleme: Bilanzpflichtige Betriebe müssen eine Rückstellung bilden, und in diesem Jahr kommt der alte zum neuen Urlaub hinzu. Das Problem des Abbaus vergrößert sich also noch. Deshalb sollten Betriebe den Streichtermin 31. März für den alten Urlaub einhalten.

„Doch beim Urlaub geht es für manche Arbeitnehmer ans Eingemachte“, weiß Klaus Bathe, Justiziar der Kreishandwerkerschaft Coesfeld. „Rüttelt der Chef daran, wird gestritten, notfalls vor Gericht.“ Deshalb gehen bei Bathe und vielen anderen Verbänden vor dem 31. März gehäuft Anfragen ein, wie das Problem zu lösen ist.

Übertragung nur ausnahmsweise

Rechtliche Hilfe bietet das Bundesurlaubsgesetz: „Eine Übertragung ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen“ - und das nur bis Ende März. Lediglich bei Langzeit-erkrankten gilt laut Bundesarbeitsgericht (Az. 9 AZR 353/10) eine 12 Monate längere Frist.

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