Wirtschaft -

Fachkräfte: Ältere Arbeitnehmer beschäftigen

Der demografische Wandel kommt in die Betriebe. Deshalb müssen Unternehmen ältere Mitarbeiter besser in Strukturen und Prozesse integrieren. Für das Handwerk eröffnen sich hier viele Chancen.

Bis zum Jahr 2050 wird die deutsche Bevölkerung nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um rund sieben Millionen Menschen schrumpfen. Gleichzeitig ist der Anteil der unter 20-Jährigen zwischen 1960 und 2010 von 28,4 auf 18,4 Prozent gesunken, während parallel der Anteil der älteren Personen beständig gestiegen ist. Dies wirkt sich negativ auf den Arbeitsmarkt in Deutschland aus: Laut der Studie „Arbeitslandschaft 2030“ der Beratungsgesellschaft Prognos droht Deutschland im Jahr 2030 eine Arbeitskräftelücke von 5,5 Millionen Erwerbstätigen, und bereits heute haben Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge rund 70 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, genügend Fachkräfte zu finden.

Dadurch rücken insbesondere im Handwerk ältere Arbeitnehmer in den Fokus. Sie können die Lücken qualitativ schließen, die das Fehlen der Jungen reißen, und sie bringen zahlreiche Fähigkeiten in die Unternehmen ein.

Das hat auch Holger Schiffer erkannt. Der Mönchengladbacher Sanitär- und Heizungsbaumeister führt den Fachbetrieb „Schiffer schöne Bäder“ in vierter Generation, nachdem er ihn im Jahr 2010 von seinem Vater Karl-Heinz übernommen hat. Sein Unternehmen hat eine lange Tradition in der Beschäftigung von älteren Mitarbeitern. „Wir haben es vielfach erlebt, dass unsere Techniker und Außendienstmitarbeiter bei uns in Rente gegangen sind. Es war uns immer wichtig, sie so lange wie möglich im Betrieb zu halten“, erklärt Holger Schiffer.

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