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Kundenansprache Marketing: 5 Tipps für die Adventszeit

Gerade kleine Unternehmen und Start-ups haben häufig nicht die finanziellen Mittel, um aufwendige Marketing-Kampagnen zu lancieren. Wir zeigen fünf weihnachtliche Tipps für Marketing-Maßnahmen, die wirklich jedes Unternehmen umsetzen kann.

Topic channels: TS Weihnachten und TS Winter

Wenn es draußen kälter wird und Glühwein, Plätzchen und Co. Einzug in unsere Haushalte finden, bemerkt jeder: Weihnachten steht vor der Tür. Im Handel weiß man, dass Weihnachtszeit Umsatzzeit bedeutet. Der Handelsverband Deutschland erwartet im Jahr 2017 ein Plus von drei Prozent im Weihnachtsgeschäft, was einem Gesamtumsatz von 94,5 Milliarden Euro entspricht. Kundenbindung ist dabei ganz wichtig.

Marketing-Tipp 1 für die Adventszeit: Dreierlei Gutes Tun

Haben Sie vielleicht ohnehin schon eine gemeinnützige Corporate-To-Do-Liste, die Sie abhaken möchten? Dann machen Sie das transparent und werben Sie auf Ihrer Webseite damit. Sie können auch aktiv werden und Kunden, Geschäftspartner sowie Mitarbeiter zu einer gemeinsamen Spendenaktion einladen, wie z. B. „Betrunken Gutes Tun“. Die teilnehmenden Unternehmen spenden für jedes verkaufte Getränk an gemeinnützige Einrichtungen.

Marketing-Tipp 2 für die Adventszeit: Individuelle Weihnachtskarten

Im Zeitalter der Digitalisierung bekommt Gedrucktes einen besonderen Stellenwert: Unterschätzen Sie nicht die Wirkung dekorativer, individueller Weihnachtskarten, die Sie an Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner versenden. Laut einer Umfrage des Grußkartenherstellers kartenmacherei werden die meisten Weihnachtskarten von mittelgroßen Unternehmen (50-499 Mitarbeiter) versendet – im Schnitt 355 Stück.

Die Handwerksbranche versendet durchschnittlich 111 Karten und liegt damit leicht unter dem branchenweiten Schnitt (135). Interessant ist die Antwort auf die Frage, wer sich bei den handwerklichen Unternehmen um die Organisation der Weihnachtskarten kümmert: Bei 52,9 % muss der Chef ran. Wichtige Kriterien für eine individualisierte Weihnachtskarte:

  • Logo & Motiv
  • Persönliche Unterschrift der Geschäftsführung
  • Farben des Unternehmens (Wiedererkennungswert)
  • Hochwertiges, dickes Papier (mind. 100 g/m²)

Die meisten Unternehmen beginnen erst im November mit der Organisation der Weihnachtskarten (39 %), einige wenige sogar erst im Dezember (5 %). Hier können vor allem die Handwerker mit Pünktlichkeit punkten: Nach der Marketing-Branche sind sie es, die schon im August (12 %) die Organisation einleiten.

Marketing-Tipp 3: Zeit des Gebens - Gutscheine und Rabatte

In den Wintermonaten greifen Konsumenten tief in ihren Geldbeutel, umso dankbarer sind sie für Gutscheine und Rabatte. Möglich ist z. B., dass Sie den Kauf bestimmter Produkte oder Dienstleistungen mit einer weihnachtlichen Überraschung kombinieren – wie Süßigkeiten oder Branding-Artikeln. Ein kostenloser Expressversand wird gerade bei denjenigen dankbar angenommen, die kurz vor Schluss Geschenke shoppen.

Marketing-Tipp 4: Nicht alle Jahre wieder die gleiche Ansprache

Und schon wieder ist ein Jahr vergangen. Für viele zieht das Jahr schnell vorbei und dann das: Der Chef hält die gleiche Ansprache wie letztes Jahr; und die Newsletter sehen alle gleich aus. Punkten Sie mit Kreativität, Abwechslung und Einfallsreichtum. Wichtig ist hier, dass Sie mithilfe von Marketing-Tools die Bedürfnisse Ihrer Kunden kennen, Produktdatenfeeds auswerten und datengetriebene Learnings aus früheren Newsletter- oder Rabattkampagnen umsetzen.

Marketing-Tipp 5: Der Adventskalender-Klassiker

Überraschen und beschenken Sie Ihre Kunden täglich mit Kleinigkeiten. Entgegen üblicher Schokoladen- oder Spielzeugkalender können Sie folgendes verschenken:

  • Wissen: Artikel, Studien und Expertenartikel
  • Bilder: Motive für kundenspezifische Einladungskarten; lizenzfreie Bilder, z. B. speziell für die Handwerksbranche
  • Gewinnspiele: Los mit der Gewinnchance auf ein bis drei materielle Geschenke (geringer Einsatz, großer Output)
  • Insights: Schenken Sie Insights aus Ihrem Firmenalltag – das schafft Nähe und Vertrauen

Ziel der Adventsüberraschungen ist es, Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen und Ihre Marke zu schaffen. Und: Wer etwas geschenkt bekommt, ist eher gewillt, etwas zurückzugeben und Ihrem Unternehmen die Treue zu halten.

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Herbert Besgen

Beziehungs-Marketing für Umsatz und Gewinn

Ich möchte in meinem Kommentar den vorliegenden Artikel ergänzen bzw. um einen Aspekt erweitern. Mir ist aber auch die folgende kritische Bemerkung wichtig: Das Weihnachtsfest und die Adventszeit zu instrumentalisieren und damit zu pervertieren verletzt die Gefühle zumindest eines Teils Ihrer Leserschaft und kann in dieser Form wirklich nur aus dem Hirn eines(r) sogenannten "Marketingexperten/-in" kommen. Der Text ist meiner Meinung nach "mit kNadel gestrickt" und wirkt teilweise abstoßend auf mich (Link zu "Betrunken Gutes tun"). In den Zeiten des Wandels zur digitalen Welt liegt aus meiner Sicht die Chance für das Handwerk und den Einzelhandel in einem authentischen, wahrhaftigen, seriösen "Beziehungs-Marketing" mit dem Ziel einer belastbaren Vertrauensbildung zwischen dem Unternehmer und seinen Kunden. Auf der Grundlage einer emotionalen Beziehung läßt sich Umsatz generieren. Umsatz und Gewinn sind also Ergebnis von vielfältigen vertrauensbildenden Maßnahmen im direkten Umgang mit den Kunden, nicht nur zu Weihnachten! Dieser Aspekt kam mir in dem Artikel zu kurz. Frohe Weihnachten.

Herbert Besgen