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3D-Drucker: Das revolutioniert die Branche

Und die wird es sicher brauchen, denn die Revolution im Handwerk hat erst begonnen. So tüfteln die Handwerkskammer Oberfranken, die Uni Bayreuth und die Fraunhofer-Projektgruppe für Prozessinnovation an einem Pilotprojekt für Autoersatzteile aus dem Drucker. Derart sollen sich einmal die Reparaturkosten für die Kunden senken und die Wertschöpfung für den Kfz-Reparaturbetrieb massiv steigern lassen.

Skulpturen vom Fotografen

Einen Weg, den Thomas Keller bereits heute geht. Der passionierte 3D-Druck-Fan arbeitet schon an seinem nächsten Meisterstück. Er hat einen zweiten 3D-Drucker gekauft und sagt: „Ich steige jetzt in den Werkzeugbau ein.“

Wer bei 3D-Druck nur an rein technische Anwendungen denkt, der sollte einmal im Fotoatelier von Karoline Glasow in Erlangen vorbeischauen. Die Fotografin hat ein neues Geschäftsfeld für ihren Betrieb entdeckt: „Modernste Scantechnik in Verbindung mit ausgereifter 3D-Drucktechnik macht es uns möglich, farbechte Miniatur-Skulpturen von lebenden Personen zu fertigen – genau bis ins Detail“, erzählt die Fotografin stolz.

Sie erstellt die Miniatur-Skulpturen in verschiedenen Größen und Ausführungen und macht damit gute Geschäfte. Zunächst wird die Person mit einem Handscanner vermessen, mit den Daten entsteht am Computer ein 3D-Modell, das danach im Drucker Schicht für Schicht mit einem Pulver gefertigt wird. Und alles in Farbe.

Die Preise hängen vom Maßstab und der Figurengröße ab, ein Exemplar mit 25 cm im Maßstab 1:7 liegt bei 440 Euro.

Brillen nach Maß

Augenoptikermeister Hendrik Wieburg aus Taunusstein setzt in seinem Unternehmen ebenfalls auf 3D-Technik und lässt maßgeschneiderte Brillenfassungen aus einem Kunststoffgranulat fertigen. FrameLApp nennt er sein Unternehmen. Kunden können Farbe, Form, Höhe und Breite individuell wählen. Ein Service, der gut ankommt. Die Brillen werden in einer kleinen Manufaktur gefertigt. Optiker Wieburg sucht jetzt Shoppartner in anderen Städten, um seine Idee besser zu vermarkten.

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