WhatsApp-Kolumne von Michael Elbs -

WhatsApp-Kolumne von Michael Elbs, 8. Folge 2019: Was sich bei WhatsApp ändert

Wann kommt WhatsApp Business für iPhones? Was gibt es nächstes Jahr Neues in WhatsApp und WhatsApp Business? Welche Funktionen bringen Handwerker weiter? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich unserer Kolumnist Michael Elbs im 8. Teil seiner Kolumne.

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WhatsApp bietet seinen Nutzern 2019 einige neue Funktionen: Es kommen ein Urlaubsmodus und für die Nacht ein Dark Mode. Nachrichten löschen sich selbstständig bei eingestellter Lebensdauer und vermutlich kann der Instagram-Status künftig mit dem WhatsApp Status synchronisiert werden. Werbung wird zunächst im Status kommen. Erste Konzernaccounts sind verifiziert und auch iPhone -Nutzer können sich freuen: Für sie gibt es bald die WhatsApp Businessversion. Geld senden bleibt hingegen weiterhin überfällig.

WhatsApp Business jetzt auch für iPhones

Wieder ohne Vorankündigung ist von heute auf morgen WhatsApp Beta auch für das Betriebssystem iOS zu haben. In dieser Testversion soll das Ranking der Statusanzeige getestet werden. Facebook plant damit schon 2019 Geld zu verdienen. Ein Hinweis darauf, dass es bald auch für iOS eine WhatsApp Businessversion geben wird.

WhatsApp Business im iTunes Store von Apple wird dann im Prinzip wohl eine Kopie der Android App, welche auf die Optik und die Menüführung der Apfelgemeinde angepasst wird. Die Business-Version für iPhones wäre ein wichtiger Schritt für WhatsApp: Viele Handwerker-Chefs nutzen zwar einen Windows-PC, setzen beim Handy aber auf die Marke mit dem Apfel. Auch Apple selbst stellt mit der App "Apple Business Chat" seit September eine App mit ähnlichen Funktionen wie WhatsApp Business bereit. Dabei bleibt aber das Gefühl einer WhatsApp-Kopie im Apple-Look.

Urlaubsmodus für einen Urlaub ohne WhatsApp

In der normalen App von WhatsApp gibt es ab nächstem Jahr einen Urlaubsmodus. Es soll mehr sein als die stumm schalten Funktion, die es bereits gibt. Im Urlaubsmodus können Chats komplett versteckt werden, so dass keine Benachrichtigung und auch keine Anzeige in der Chatübersicht erscheint. Damit hat man im Urlaub vom Chef, von Kollegen und auch von Kunden Ruhe. Gerade in Projekt-Gruppen, in denen Fortschritte dokumentiert werden, macht das wirklich Sinn. Spannend bleibt, ob man dann auch eine Gruppierung der Chats vornehmen kann: Werden sie sich mit einem Swipe verbannen lassen?

Augen schonen bei Nacht dank Dark Mode

Auch der Dark Mode könnte sich als praktisch erweisen. Für die Augen ist nachts ein Design mit dunklen Farben gesünder und weniger anstrengend. WhatsApp bietet ab nächstem Jahr solch ein dunkles Design als „Dark Mode“ an. Die Umstellung in den Dark Mode soll künftig mit einem Tipp erfolgen. Eventuell lässt sich der Modus auch automatisch anschalten, sobald es dunkel wird. Danke dafür an WhatsApp. Ich freue mich schon darauf, länger auf WhatsApp zu schreiben, ohne dass mir die Augen schmerzen.

WhatsApp-Sprachnachrichten ohne Unterbrechung abspielen

Sprachnachrichten können bald ohne Unterbrechung abgespielt werden. Als Sprachnachrichtengegner sehe ich diese Veränderung als negativ. Denn gerade Kunden neigen dazu, mehrere Sparchatnachrichten nacheinander abzuschicken. Wenn ich diese ohne Unterbrechung anhöre und dadurch nicht mehr trennen kann, ist das problematisch. Meine Frau hingegen ist begeistert: “Wie genial, einmal antippen, laufen lassen und man kann währenddessen was werkeln.“ Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir gerne in die Kommentarfunktion, was Sie von Sprachmemos halten. Sind Sie sinnvoll oder völlig unnütz?

Lebensdauer von WhatsApp-Nachrichten festlegen

Ab nächstem Jahr WhatsApp soll es auch möglich sein, die Lebensdauer von Nachrichten festzulegen. Diese Funktion gibt es bereits in der App Snapchat. Ich finde sie unnötig und sehe darin eher eine Spielerei. Sinnvoll wäre sie höchstens in Handwerkergruppen, in denen gewerkübergreifend eine Baustelle koordiniert wird. Unwichtige Absprachen über den Zeitpunkt und Ort des Feierabendbieres könnten mit so einer Lebensdauer versehen werden.

Personen in WhatsApp-Gruppen direkt antworten

WhatsApp Business Filter

In WhatsApp Business wurde dem Filtern nach Labels noch die Filter Gruppen, Broadcastlisten und Ungelesene erweitert. Eine andere Neuerung ist sowohl in WhatsApp als auch in WhatsApp Business enthalten, jedoch in unterschiedlichen Darstellungen. In Gruppen kann jetzt nach dem Markieren einer Nachricht “Privat antworten“ oder “Nachricht an …“ ausgewählt werden. Bei der Antwortfunktion wird wie in 1:1-Chats, die bereits gesendete Nachricht mitgenommen und über der Antwort verkürzt dargestellt. Die “Nachricht an …“ nimmt den Post nicht mit, sondern schreibt einfach die Person direkt an. In der Business Version wird diese Antwortfunktion nicht angeboten. Dort gibt es stattdessen die Möglichkeit zur Nachricht, zum Sprach- und zum Videoanruf.

Somit wird augenscheinlich die 1:1-Kommunikationen, aus den Gruppen heraus, stärker in den Fokus gerückt. Videokonferenzen und Anrufe sollen, wenn es nach WhatsApp geht, verstärkt direkt in der App stattfinden. Die Idee dahinter: Personen aus Diskussionsgruppen direkt ansprechen und daraus Leads und Aufträge generieren. Der Ansatz ist spannend, wenn auch noch etwas gewöhnungsbedürftig. In Facebook und Xing-Gruppen wird das auch teilweise bereits gemacht.

Stickers: Eigene Logos auf WhatsApp verwenden?

WhatsApp-Sticker

Neu sind auch sogenannte Stickers in WhatsApp und WhatsApp Business für Android. Die Stickers ähneln den Emojis, nur dass diese Sticker-Pakete WhatsApp noch bunter machen sollen. In der Web-App gibt es bereits von WhatsApp entwickelte Sticker. Auf dem Handy werden die Sticker nebeneinander angezeigt. WhatsApp will an den Stickern auch Geld verdienen: Einige Pakete sind kostenpflichtig. Trotzdem könnten sie sich für Handwerker als nützlich erweisen: Dank den Stickern könnten Handwerker ihr Logo verwenden oder eigene Bildchen zur Kommunikation mit dem Kunden entwerfen.

Aber das ist noch etwas weit weg und viel dringender lässt die DSGVO -Lösung auf sich warten. Denn der Aufwand, den man laut der Datenschutzbehörde Rheinland-Pfalz treiben muss um WhatsApp weiter einzusetzen, ist momentan noch mit Aufwand und Kosten verbunden.

2019 kommen einige Veränderungen auf uns zu. WhatsApp wird komplexer: Dadurch entstehen neue Möglichkeiten und Chancen neue Strategien und Dienstleistungen zu entwickeln. Gerne helfe ich Ihnen auch nächstes Jahr, diese Chancen für Ihren Betrieb zu nutzen.

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