Steuern + Recht

03.11.2009

Training im Betrieb steigert Jobchancen

Wer Arbeitslosengeld II (ALG II) bezieht, findet dank Training im Betrieb deutlich eher eine neue Beschäftigung als durch andere Fördermaßnahmen.

Bessere Chancen auf einen neuen Arbeitsvertrag haben Arbeitslose, die Fördermassnahmen wahrnehmen. Foto: Digitalstock

Wie aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor geht, hatten zwischen 44 Prozent (Frauen in Ostdeutschland) und knapp 50 Prozent (Männer in Westdeutschland) der ALG-II-Empfänger 28 Monate nach Abschluss einer sogenannten betrieblichen Eignungsfeststellung eine ungeförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ohne Unterstützung fanden demgegenüber nur 23 Prozent bis 34 Prozent eine Anstellung.

Schulische Trainingsmaßnahmen, die Eignungen feststellen oder Kenntnisse vermitteln, sind demgegenüber weit weniger effektiv. Nach Berechnungen der Arbeitsmarktforscher erhöhen diese Maßnahmen die Chancen auf eine ungeförderte Beschäftigung nur um bis zu vier Prozentpunkte.

Trainingsmaßnahmen sind nach den Ein-Euro-Jobs das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument für ALG-II-Empfänger. Nach Angaben des IAB nahmen 2008 rund 630 000 Arbeitslose ein bis zu vier Wochen
dauerndes Training auf, rund ein Drittel fand in Betrieben statt. Das Spektrum der Schulungen reicht vom Bewerbungstraining über die Eignungsfeststellung bis hin zur Weiterbildung, beispielsweise durch EDV-Kurse. Es sind auch Kombinationen verschiedener Maßnahmen möglich. (ddp)

 
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