Markt

01.01.2005
Solar-Branche

Tausende Jobs in Gefahr

Eine geplante Kürzung der Fördermittel bei Photovoltaikanlagen könnte zu Entlassungen im Handwerk führen - und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei erneuerbaren Energien untergraben.

Gefahr für Solar: ein Gesetzesentwurf zur Kürzung von Fördermitteln bei Photovoltaikanlagen bedroht Arbeitsplätze auch im Handwerk. Foto: BSW-Solar

Die Bundesregierung plant, ab 2009 die Solarförderung weniger zu unterstützen. Dies soll im Zuge einer Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) geschehen. Für Handwerker in der Solarbrache bedeutet das: der Job könnte verloren gehen. Daher fordern der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerks (ZVEH) die Bundesregierung auf, von einer Kürzung der Förderung Abstand zu nehmen.

„Unsere Branche ist dabei, die Kosten für Solarstrom Jahr für Jahr weiter zu senken”, sagt Carsten König, Geschäftsführer des BSW-Solar. Im Kabinettsentwurf zur anstehenden Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes sei laut Verbänden festgehalten, die Solarstromförderung ab 2009 um bis zu 9,8 Prozent zu reduzieren. Und nicht wie geplant um fünf Prozent im Jahr. „Eine zu schnelle und abrupte Absenkung der Solarförderung gefährdet den heimischen Solarmarkt und damit rund 20.000 Beschäftigte im Handwerk”, warnt Wolfgang Schmitt, Mitglied des Vorstands des ZVEH.

Die bisherige Solarstromförderung ermögliche eine Technologie- und Marktführerschaft im harten internationalen Wettbewerb, argumentieren die Verbände.

 
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