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19.11.2009
Strom wird teurer: Rund 40 Anbieter erhöhen die Preise
Mindestens 40 Stromanbieter werden die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 5 Prozent erhöhen. Das hat das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de ermittelt.
Seit dem Jahr 2000 sind die Strompreise für Privatkunden jedes Jahr gestiegen – in der Zwischenzeit sind es insgesamt rund 40 Prozent. Foto:ddp
Damit setzt sich ein nun zehnjähriger Trend fort: Seit dem Jahr 2000 sind die Strompreise für Privatkunden jedes Jahr gestiegen – in der Zwischenzeit sind es insgesamt rund 40 Prozent.
Zu den Energieversorgern mit Preiserhöhungen gehören mit Vattenfall und EnBW auch zwei der vier größten Energiekonzerne in Deutschland. Die hauptsächlich in Baden-Württemberg aktive EnBW hat eine Strompreiserhöhung von 7,5 Prozent für Privatkunden mit Sonderverträgen angekündigt. Der Energiekonzern Vattenfall erhöht die Strompreise für private Verbraucher in Berlin um 5,9 Prozent und in Hamburg um 4,4 Prozent.
Damit sind bereits jetzt mehrere Millionen Verbraucher von den Strompreiserhöhungen betroffen. Die Experten von Verivox.de gehen davon aus, dass noch eine bedeutende Anzahl kleinerer Versorger ebenfalls Preiserhöhungen zum Jahreswechsel ankündigen werden.
Als Gründe für die Preiserhöhungen werden entweder gestiegenen Beschaffungskosten oder die erhöhten Kosten im Rahmen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) angegeben. Das Argument der erhöhten Beschaffungskosten stößt bei Verbraucherschützern auf Kritik, denn die Großhandelspreise für Stromverkäufer und Großkunden sind im vergangenen Jahr deutlich günstiger geworden. Die Energieversorger wiederum verweisen darauf, dass der Strom in der Regel für mehrere Jahre im Voraus eingekauft wird.
Angesichts der steigenden Preise rät der Experte von Verivox.de zum kostenlosen Preisvergleich im Internet. Da die Preisschere zwischen den Versorgern immer größer wird, können Verbraucher durch einen Anbieterwechsel häufig mehrere hundert Euro jährlich eingespart werden.
„Der Wechsel des Strom- und Gasanbieters ist einfach und völlig risikofrei. Da die Belieferung gesetzlich geregelt ist, kann es bei einem Anbieterwechsel niemals zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. "Für den Wechsel des Stromanbieters müssen Verbraucher lediglich einen Antrag ausfüllen. Die Anmeldung ist einfach und braucht nur wenig Zeit. Alles Weitere, beispielsweise die Kündigung beim alten Versorger, erledigt der neue Anbieter."
Lesetipp:
handwerk magazin erklärt im Dezemberheft, wie Unternehmer sich jetzt die noch günstigen Stromtarife längerfristig sichern können und was sie bei einem Anbieterwechsel beachten müssen.
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