Die Sparkassen-Finanzgruppe wird laut Presseberichten in dieser Woche ihren Mittelstandsfonds zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung der deutschen Firmen vorstellen. Der Eigenkapitaltopf der öffentlich-rechtlichen Institute soll mit 550 Millionen Euro das Angebot der Deutschen Bank noch übertreffen.
Der Geldtopf soll ein Volumen von 550 Millionen Euro haben, berichtet heute "Handelsblatt.com" und bezieht sich auf Quellen aus Finanzkreisen. Damit wird das bereits bekannte Angebot der Deutschen Bank mit 300 Millionen Euro von den Sparkassen deutlich übertroffen.
Sollte die Nachfrage die geplanten 550 Mio. Euro übersteigen, sei ein Nachschuss in "dreistelliger Millionenhöhe" möglich, zitiert das Handelsblatt einen Insider.
Die Deutsche Bank hatte Anfang Februar den Startschuss für ihren seit längerem angekündigten Mittelstandsfonds gegeben. Deutschland-Chef Jürgen Fitschen hatte bei der Präsentation in Frankfurt erklärt, der private Mittelstandsfonds sei anfänglich mit 300 Millionen Euro ausgestattet.
Bei dem Angebot der Deutschen Bank erhalten Mittelständler aus dem Fonds Eigenkapital in Form von Genussrechten. Dabei handelt es sich um "mezzanines Kapital", das zwischen dem Eigen- und Fremdkapital steht.
Beim Angebot der Sparkassen handelt es sich dagegen um echtes Eigenkapital. Dem Vernehmen nach werden dabei die Kräfte der rund 60 regionalen Beteiligungsgesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe im Verbund gebündelt, so das Wirtschaftsblatt weiter.
Ihr Kommentar zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login