Trotz der dramatischen Entwicklungen der Finanzmarktkrise gibt es auch Gewinner: Die deutschen Sparer tragen ihre Ersparnisse zuhauf zu Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Plötzlich sind die ehemals biederen Institute für viele die einzig sichere Bank.Sparkassen und Genossenschaftsbanken verzeichnen jetzt zusätzliche Einlagen. Tendenz weiter steigend.
Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, neben den Privatbanken und den kommunalen Sparkassen als genossenschaftliche Kreditinstitute die dritte Säule des deutschen Bankensystems, melden ein "sprunghaft gestiegenes Einlagevermögen".
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband teilt mit, man registriere bereits seit einem Jahr bundesweit eine Zunahme der Kundenzahl. "Die Menschen vertrauen den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten", sagte ein Sprecher gegenüber "Spiegel online". Das liege an der sogenannten Institutssicherung, die es auch bei den Genossenschaftsbanken gebe - diese schütze die Einlagen der Kunden zu 100 Prozent.
Laut Umfage der "Bild-Zeitung" sind "die Einlagen bei den 443 deutschen Sparkassen seit Ende September um mehr als eine Milliarde Euro gestiegen".
Bankenexperten warnen aber davor die deutschen Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Dresdner als unsicher zu bewerten. Deutschland habe ein äußerst sicheres Bankensystem. (coh)
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