Finanzierung

02.07.2008
Finanzkrise

So sicher ist Ihr Geld

Vor genau einem Jahr platzte die Immoblienblase in den USA - und die Kapitalmärkte stürzten ab. Konsequenz: eine internationale Finanzkrise, die bis heute anhält. Nach immer neuen Hiobsbotschaften fragt sich so mancher Kunde, ob sein Erspartes bei der Bank eigentlich noch sicher ist. Lesen Sie hier, wie die Banken die Gelder ihrer Kunden für den Ernstfall absichern.

Bankenzentrum in Frankfurt: Kundengelder sind über den Einlagensicherungsfonds abgesichert (Foto: ddp).

Bankpleiten in Deutschland sind zwar selten, aber nicht unmöglich. Verständlich, dass sich Anleger in Zeiten einer globalen Finanzkrise Gedanken über die Sicherheit ihrer Ersparnisse machen.

Alle privaten Banken in Deutschland verfügen über eine gesetzliche Einlagensicherung. Sie garantiert dem Kunden den Schutz von 90 Prozent seiner Einlagen – maximal 20.000 Euro. Fast alle Kreditinstitute sichern Kundengelder jedoch über den gesetzlichen Mindestrahmen hinaus ab, indem sie sich freiwilligen Sicherungseinrichtungen anschließen. Für private Banken in Deutschland ist das der 1976 geschaffene Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

Der privat organisierte, von den angeschlossenen Banken freiwillig getragene Einlagensicherungsfonds schützt Guthaben einschließlich Zinsen jedes einzelnen Kunden bis zu einer Höhe von 30 Prozent des mindesthaftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Das heißt: Selbst bei kleinsten Banken mit einem mindesthaftenden Eigenkapital von 5 Mio Euro sind die Guthaben jedes Anlegers bis zu 1,5 Mio Euro geschützt.

Die Absicherung gilt für alle „Nichtbankeneinlagen” – also Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen sowie öffentlichen Stellen – und schließt neben Sicht-, Termin- und Spareinlagen auch auf den Namen lautende Sparbriefe ein. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds ausgenommen sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen.

Ob eine Bank am Einlagensicherungsfonds teilnimmt und bis zu welcher Grenze die Guthaben geschützt sind, kann unter www.bankenverband.de abgefragt werden.

 
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