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13.03.2008
Schornsteinfeger

Schluss mit lustig

Die Globalisierung macht auch vor der Zunft der Schornsteinfeger nicht halt: in Kürze können Haus- und Wohnungseigentümer entscheiden, welchen Schornsteinfeger sie beauftragen. Das Bundeskabinett hat das nach jahrelangem Streit beschlossen.

Wettbewerb frei für Schornsteinfeger! Foto: ddp

Damit fällt ein Teil des mehr als 70 Jahre alten Kehrmonopols weg. Die rund 20.000 Schornsteinfeger in Deutschland dürften nun auch Konkurrenz aus anderen Ländern bekommen. Bisher beherrschten sie bis zur Rente wettbewerbsfrei ihren Kehrbezirk.

Diese Zeiten sind vorbei: künftig wird jeder Bezirk alle sieben Jahre neu ausgeschrieben und Schornsteinfeger bekommen einen „Kontrolleur ”. Der Bezirksschornsteinfeger - der dann Bezirksbevollmächtigter heißt - prüft die Arbeit seiner Kollegen an Ofen und Kamin. Er allein darf zweimal in diesen sieben Jahren eine „Feuerstättenschau” machen, also kontrollieren, ob sich an den Schornsteinen in „seinem” Bezirk etwas verändert hat.

Die EU-Kommission in Brüssel hatte 2003 kritisiert, dass das Monopol der deutschen Schornsteinfeger gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr verstoße. Das Bundeskabinett hat das Gesetz am Mittwoch beschlossen. Nun soll es durch das Parlament abgesegnet werden.

 
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