Eine mangelhafte Finanzbasis, Fehlentscheidungen und unerwartete Marktentwicklungen sind die häufigsten Gründe für das Scheitern junger Unternehmer. Das geht aus der einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Die Experten raten zu einer ausreichenden Kapitaldecke in der Startphase. Außerdem sei die Möglichkeit, Unternehmenskrisen mit Hilfe des Insolvenzrechts zu bewältigen, derzeit nicht optimal geregelt.
Zwischen 2000 bis 2008 haben im Durchschnitt jährlich zwischen 60.000 und 75.000 junge Unternehmen, die nicht länger als fünf Jahre aktiv gewesen seien, ihre Geschäfte wieder aufgegeben.
Die Rangfolge der Ursachen für eine Schließung stellt sich der Studie nach wie folgt dar:
1. Schlechte Startfinanzierung, Unterkapitalisierung
2. Unerwartete Einzelereignisse wie z.B. Forderungsausfälle im (noch) kleinen Kundenstamm
3. mangelnde unternehmerische Fähigkeiten.
Etwa 40 Prozent der Unternehmer haben jedoch ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang aufgegeben. Sie führen persönliche Gründe an.
So wurden durchschnittlich rund 12.000 Jungunternehmen pro Jahr geschlossen, etwa weil,
Die aus persönlichen Gründen geschlossenen Unternehmen weisen sogar einen überdurchschnittlichen Anteil von fast drei Viertel der Unternehmen auf, die Gewinne erzielt haben. Die Gewinne stellten für die Unternehmer jedoch wohl keine adäquate Kompensation ihrer Belastungen dar.
Für die Erhebung "Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens" hat das ZWE den Angaben zufolge unter anderem 3000 Unternehmen analysiert, die zwischen 2006 und 2009 geschlossen wurden.
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