Im Rahmen des Klimagipfels in Kopenhagen diskutierten Experten über die Auswirkungen einer verbesserten Gebäudedämmung auf Klima und Wirtschaft.
Zur Diskussion geladen hatte das Climate Consortium Denmark, an der Vertreter der Internationalen Energie Agentur, der internationalen Global Climate Initiative des WWF sowie Eelco van Heel, Vorstandsvorsitzende von Rockwool International teilnahmen.
Nach Berechnungen der Internationalen Energie Agentur (IEA) könne die Energie, die in Gebäuden für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwassererzeugung benutzt wird, durch den Einsatz erprobter, risikofreier Technologien um weltweit 75 Prozent reduziert werden.Van Heel forderte Unterstützung durch die Politik: "Wir brauchen visionäre Politiker, die die ernsthafte und unmittelbare Nutzung dieser umweltfreundlichen Technologien ermöglichen. Wir brauchen den politischen Willen zur Umsetzung.“
Jens Laustsen vom IEA versicherte, dass durch eine verbesserte Energieeffizienz Verbrauchen an Kosten sparen und an Wohnkomfort gewinnen könnten. Auch die Wirtschaft werde durch die Entstehung von "Millionen von Arbeitsplätzen" gestärkt. "Gleichzeitig verbessert ein gesenkter Verbrauch die Sicherheit der Energieversorgung und verbessert die Volksgesundheit", sagte er und appellierte an die Regierungen, in diesem Bereich Investitionen zu verantworten.
"Allein in Europa und Nordamerika könnten mehr als 1.500.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn Gebäude energieeffizient gebaut bzw. umgerüstet werden. Jeder Europäer würde im Durchschnitt beinahe € 500 Energiekosten pro Jahr einsparen", erklärte van Heel und forderte bessere Richtlinien für energetisches Sanieren, ein erhöhter Anreiz durch günstige Kreditvergaben und ein Steuerwesen, das nachhaltige Investitionen unterstütze.
Am Ende waren sich die Experten einig: Gebäude müssten nicht länger die größten "Energiefresser“ der industrialisierten Welt sein, obwohl sie heute noch für nahezu 40 Prozent des Energieverbrauchs und einen Großteil ihrer CO2-Emissionen verantwortlich sind.
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