Porträt: Stuckateur

Andreas Schenk ist Weltmeister der Stuckateure. Er trotzt den Fertigteilen aus dem Baumarkt und setzt auf moderne Gestaltungen.

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Er ist als Gewinner der WorldSkills 2013 in Leipzig das neue Vorbild der Stuckateure. Und er ist ein Vorzeigehandwerker, ideal geeignet, um jungen Leuten das Handwerk ans Herz zu legen. Der 21-jährige Andreas Schenk hat im Familienbetrieb im schwäbischen Ehingen seine Ausbildung zum Stuckateur absolviert und nach der Gesellenzeit mit dem Meisterbrief seine Lehrjahre beendet. In zehn bis 15 Jahren wird er den Betrieb seines Vaters übernehmen. Der Familienbetrieb behauptet sich mittlerweile seit 46 Jahren erfolgreich im Markt und beschäftigt 18 Mitarbeiter.

Andreas Schenk liebt den modernen Stuck in Neubauten. Daher zieht er auch in Free-Style-Gestaltungen die Stuckprofile selbst. Dabei müssen „die Profile in einer optimalen Einfärbung des Stuckmaterials passgenau sein“, sagt Stuckprofi Schenk. Aufträge müssen millime-tergenau ausgeführt werden, erzählt Schenk aus der Praxis. Der elterliche Stuckateur-Betrieb setzt anspruchsvolle Kundenwünsche in Fertighäusern genauso um wie Restaurationsaufträge verschiedener Kirchen. Für Andreas Schenk ist das Herstellen einer abgehängten Decke, das Einmessen und Anbringen von Stuckprofilen, das Verputzen einer Wandscheibe mit Strukturoberputz Alltag.

Was Weltmeister Schenk aber furchtbar findet, ist, wenn Kunden mit Fertigteilen aus dem Baumarkt zu ihm kommen. „Das ist eine Kata-strophe“, so Schenk. Sämtliche Formen und Stile handwerklich perfekt auszuführen gehört für ihn zur Berufsehre.

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