IT
01.03.2010
Mittelstand fürchtet die Datenwolke
Sicherheitsbedenken halten vor allem mittelständische Unternehmen vom Cloud Computing ab.
Mittelständische Unternehmen haben bei Cloud Computing oft Sicherheitsbedenken. Foto: iStockphoto
Cloud Computing, Informationstechnik in der Datenwolke, ist unter Fachleuten derzeit das Diskussionsthema Nummer eins. An die Stelle von teurer IT im eigenen Haus treten Dienstleistungen, die auf dem zentralen Server eines externen Anbieters laufen: Mietsoftware, Rechenkapazitäten, die sich flexibel buchen lassen, und ganze Programmierumgebungen im Internet.
In Zukunft sollen Unternehmen mit Hilfe von Cloud Computing ihre IT viel flexibler steuern als bisher. Kleinen und mittleren Firmen bringt dieses Modell eine Reihe von Vorteilen. Die Stichworte lauten: Effizienz, Flexibilität, Geschwindigkeit und vor allem geringe Kosten. "Mittelständische Unternehmen erhalten durch Cloud-Services IT-Lösungen, die sich bisher nur größere Unternehmen leisten konnten", sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Trotz der hohen Attraktivität von Cloud-Angeboten: "Der Mittelstand in Deutschland ist bei der Nutzung noch zurückhaltend", sagt Matthias Kraus, Analyst beim Marktforscher IDC. Grund seien vor allem Sicherheitsbedenken. "Dabei kann bei weitem nicht jedes Unternehmen mit seinem kleinen Rechenzentrum den gleichen Sicherheitsstandard gewährleisten wie ein Hosting-Anbieter, bei dem das Speichern von Daten zum Kerngeschäft gehört."
Auch auf der Computermesse CeBIT in Hannover ist Cloud Computing ein großes Thema. Die als weltgrößte Hightech-Messe geltende Schau wird heute Abend von Bundeskanzlerin Merkel und Spaniens Ministerpräsident Zapatero offiziell eröffnet. Spanien ist in diesem Jahr Partnerland der CeBIT.
sel
(Quellen: ddp, Handelsblatt)
Mehr Informationen zum Thema Cloud Computing im Internet:
geldinstitute.de Zehn Regeln für Cloud Security
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