Politik

22.02.2010

'Merkel-Zettel' gegen solaren Rotstift

Die Solarbranche appelliert an die Bundeskanzlerin, die geplante Förderkürzung abzumildern.

Solarbranche protestiert gegen Kürzungen. Foto: BSW-Solar/Upmann

Mit überdimensionalen gelben 'Merkel-Zetteln' erinnerten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihre zahlreichen Bekenntnisse zum Ausbau der Solarenergie. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) appelliert mit der Aktion an die Kanzlerin, sich schützend vor die rund 60.000 Beschäftigten der deutschen Solarwirtschaft zu stellen und die Solarstromförderung deutlich weniger stark zu reduzieren, als von Bundesumweltminister Norbert Röttgen geplant.

Mit den Kürzungsplänen des Umweltministers, die binnen eines Jahres eine Absenkung der Solarförderung um rund ein Drittel vorsehen, wären nach Angaben des BSW-Solar tausende Arbeitsplätze insbesondere in Ostdeutschland gefährdet. Das Kompromissangebot des Verbandes an die Politik sieht vor, die Solarförderung jährlich statt um bislang rund zehn Prozent je nach Marktwachstum um bis zu 15 Prozent zu reduzieren.

"Angela Merkel hat sich wiederholt zu einem konsequenten Ausbau der Solarenergie bekannt“, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar. Er hoffe, dass sie die Kürzungspläne ihres Umweltministers korrigiert.

sel

 

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