Markt
18.08.2009
Kurzarbeit kostet Unternehmen Milliarden
Laut einer Studie belastet die Kurzarbeit deutsche Firmen mit bis zu sechs Milliarden Euro. Bisher hat sich die Methode, Arbeitnehmer zu halten, indem sie weniger arbeiten, für Unternehmen ausgezahlt. Jetzt muss der Aufschwung kommen – sonst stößt das Modell an seine Grenzen.
Bewährtes Konzept: Arbeitszeitverkürzung statt Kündigung.
Foto: ddp
Zwischen 4,2 Mrd. und 6,2 Mrd. Euro kostet die Kurzarbeit deutschen Unternehmen in 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), berichtet "Welt Online“. "Die finanziellen Lasten der Kurzarbeit tragen nicht nur die Bundesagentur für Arbeit und die Kurzarbeiter, sondern auch die Betriebe", erklärten Experten des IAB. Und so kämen die Kosten zustande: Auch wenn für die entfallene Arbeitszeit keine Löhne gezahlt werden, verblieben den Firmen ein Teil der Personalkosten. Denn diese reduzierten sich nicht im gleichen Maße wie die Arbeitszeit.
Das IAB, Forschungszentrum der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, rechnet in diesem Jahr im Schnitt mit rund 1,1 Millionen Kurzarbeitern. Durchschnittlich fielen rund 38 Prozent der Arbeitszeit aus. Jetzt mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass das Konzept an seine Grenzen stößt. "Die Kurzarbeit entwickelt sich für die Unternehmen zu einer immer größeren Belastung - sollten sich die Aufschwungsignale nicht bald deutlich verstärken, dürften die ersten Unternehmen beginnen, Angestellte zu entlassen", sagte Jörg Hinze, Konjunkturexperte beim Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut in einem Gespräch mit "Spiegel Online“. (eg)
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