Wirtschaft

07.01.2010

Kurzarbeit kostet Unternehmen Milliarden

Die deutsche Metall- und Elektro-Industrie wendete 2009 für die Beschäftigungssicherung durch Kurzarbeit Milliarden auf.

In der Metall- und Elektro-Industrie betrug der Arbeitsausfall 2009 rund 200.000 Vollzeitäquivalente. Das entspricht mehr als 300 Millionen Arbeitsstunden. Bild: ddp

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet mit rund sieben Euro pro Arbeitsstunde, die die Unternehmen bei Kurzarbeit zahlen müssen, selbst wenn die Sozialversicherungsbeiträge zu 100 Prozent von der Arbeitsagentur übernommen werden.

Dennoch verbleiben den Unternehmen Kosten. Sie müssen zum Beispiel den Lohn während des Urlaubs oder bei Krankheit weiter bezahlen. Ungeschmälert weiter laufen außerdem die tariflichen Sonderzahlungen, zum Beispiel die Ausgaben für die betriebliche Altersvorsorge oder das Weihnachtsgeld.


In der Metall- und Elektro-Industrie betrug der Arbeitsausfall im Jahr 2009 rund 200.000 Vollzeitäquivalente, was über 300 Millionen Arbeitsstunden entspricht. Daraus errechnet sich eine Kostenbelastung von mindestens 2,2 Milliarden Euro.


Noch einmal deutlich höher ist der Zuschussbetrag der Metall- und Elektroindustrie, wenn berücksichtigt wird, dass nur ein Teil der Betriebe von einer hundertprozentigen Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur profitiert: In den ersten sechs Monaten müsste dafür der Kurzarbeiter qualifiziert werden. Zudem wird in vielen Unternehmen das Kurzarbeitergeld aufgrund tariflicher Vereinbarungen aufgestockt. Letztlich berücksichtigt die Rechnung auch nicht, dass auch für Kurzarbeiter Personalfixkosten zu tragen sind.

 
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