Politik
15.04.2010
Kurzarbeit könnte verlängert werden
Wie das Handelsblatt berichtet sollen deutsche Unternehmen auch über 2010 hinaus bei den Kosten der Kurzarbeit entlastet werden um einen weiteren Arbeitsplatzabbau infolge der Wirtschaftskrise zu verhindern.
Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll das Bundeskabinett bereits in der kommenden Woche verabschieden, so das Blatt weiter.
Von der Leyen ist nicht die Einzige, die eine Verlängerung der Sonderregeln für Kurzarbeit befürwortet: DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach ist der Meinung, dass es für die Arbeitslosenversicherung günstiger sei, Kurzarbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit. "Ohne Kurzarbeit wäre die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland mindestens um 300.000 Personen höher", sagte die Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.
Buntenbach sagte, die Kosten für Kurzarbeit lägen in diesem Jahr weniger als drei Milliarden Euro. Dem stünden Einsparungen beim Arbeitslosengeld gegenüber. "300 000 Arbeitslose würden zum Beispiel rechnerisch 4,5 Milliarden Euro kosten", sagte sie.
Bei den Unternehmen verblieben etwa 20 Prozent der Personalkosten, die durch Kurzarbeitergeld nicht ausgeglichen würden. "Anderseits gewinnen die Unternehmen eine enorme Flexibilität, so dass sich auch für sie ein Teil der Kosten wieder einspielt, weil sie Aufträge schneller abarbeiten können", argumentierte Buntenbach. "Fachkräfte bleiben an Bord, es entstehen keine Kosten für Entlassung und später für Neueinstellung und Einarbeitung."
Nach dem Gesetz ist der Bezug von Kurzarbeitergeld auf ein halbes Jahr befristet. Derzeit gilt jedoch eine Sonderregelung, nach der für Kurzarbeit, die 2010 beginnt, bis zu 18 Monate Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann.
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Tipp: So beantragen Sie Kurzarbeit
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