06.08.2009

Je früher, desto besser

Absicherung | Einen Fahrplan für die eigene Altersvorsorge sollte jeder Unternehmensgründer so früh wie möglich festlegen. Allein auf die gesetzliche Rente zu vertrauen wird nicht reichen.

Bild: Andreas Bröckel
Doppelstrategie: Maurermeister Markus Krabacher bleibt in der Rentenversicherung und sorgt privat vor.

Mit seinem eigenen Unternehmen ging Markus Krabacher in Germering bei München vor einem Jahr an den Start. Heute beschäftigt der Maurermeister und Hochbautechniker zwei Mitarbeiter. Die meisten Aufträge führt Krabacher für Privatkunden aus: vor allem beim Bau, Umbau und bei der Sanierung von Einfamilienhäusern. Fürs Alter vorgesorgt hat der 42-Jährige durch Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, zunächst in seinem Heimatland Österreich, dann in Deutschland. „Die 18 Jahre dauernde Zeit der Beitragspflicht läuft bei mir jetzt aus“, berichtet Krabacher.

Das hat ihm die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd in München mitgeteilt. Er könnte jetzt also aussteigen. „Doch ich werde wahrscheinlich weiterhin einzahlen, denn auch wenn die spätere Rentenhöhe heute ungewiss ist, habe ich dadurch wenigstens eine sichere Basisabsicherung.“ Und diese Absicherung möchte der Unternehmensgründer jetzt weiter ausbauen. Mit dem Kauf eines Reihenhauses in Germering hat er bereits damit begonnen.

Krabacher hat trotz Start in die Selbständigkeit und Aufbau des eigenen Betriebs seine eigene Vorsorgeplanung nicht aus den Augen verloren und setzt mit gesetzlicher Rente und zusätzlicher privater Vorsorge auf eine Doppelstrategie. Das wird nicht jeder Gründer so für sich entscheiden. Denn die eigene Altersvorsorge ist nur individuell planbar und abhängig von der eigenen Lebens-situation und ihren Anforderungen.

An erster Stelle der Absicherung sollte für Selbständige immer die Basisabsicherung von Betrieb und Familie stehen. Der zweite wichtige Punkt ist die Entschuldung. Sie kommt vor der Altersvorsorge. Denn es macht keinen Sinn, laufende Kredite für den Betrieb zu tilgen und gleichzeitig in eine private Rentenpolice einzuzahlen.

Erst dann steht die eigene Finanzplanung fürs Alter und die entsprechende Produktauswahl auf dem Programm. Hilfreich können hier bei Selbständigen steuerliche Aspekte sein wie beispielsweise der Abschluss einer Rürup-Rente, die der Staat fördert (siehe Rechenbeispiel links). Zur Basisversorgung zählen bei Selbständigen weiter die gesetzliche Rentenversicherung und berufsständische Versorgungswerke.

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine kapitalgedeckte Zusatzversorgung. Die private Vorsorge beinhaltet Anlageprodukte wie Kapitallebens- und Rentenversicherungen, Anleihen, Aktien oder Investmentfonds.

harald.klein@handwerk-magazin.de

cornelia.hefer@handwerk-magazin.de

 
© handwerk-magazin.de 2010
Alle Rechte vorbehalten

Kommentare und Bewertungen Kommentar schreiben

Durchschnittliche Bewertung dieses Artikels: starstarstarstarstar (0 Bewertungen)
Ihre Bewertung dieses Artikels:

Zum Bewerten klicken Sie bitte auf die Sterne

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.

Gewinnspiel

Meisterfrage

?
Was versteht man unter dem Marktpreis?

Newsletter

Deutscher Nutzfahrzeugpreis
Deutscher Nutzfahrzeugpreis

handwerk magazin sucht alle zwei Jahre das Nutzfahrzeug des Jahres. 2010 standen die Transporter bis drei Tonnen Gesamtgewicht zur Wahl. Jetzt stehen die Sieger fest. mehr...

Seminar „Finanz- und Zukunftsplanung im Handwerk“

Exklusiv bietet handwerk magazin seinen Lesern den Workshop „Finanz- und Zukunftsplanung im Handwerk“ an. mehr...

Deutsches Handwerk hilft
Deutsches Handwerk hilft

Deutsches Handwerk hilft" unterstützt das Peter Maffay-Projekt, im rumänischen Ort Radeln ein Kinderfereindorf zu errichten und die gesamte Infrastruktur des Dorfes zu sanieren. Helfen Sie mit! mehr...

Umfrage zur neuen Website

?
handwerk-magazin.de ist neu. Wie gefällt Ihnen unser Webauftritt?
Machen Sie mit und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Umfrage

Wie häufig nutzen Sie Apps auf Ihrem Mobiltelefon?

Lexika

B wie Bonität

Neben dem klassischen Kredit gibt es für den Mittelstand noch weitere interessante Finanzierungsalternativen – etwa Leasing.

Beliebte Downloads

08.06.2010

Test: Neue Transporter testen

handwerk magazin sucht wieder das Nutzfahrzeug des Jahres. handwerk magazin sucht wieder das Nutzfah...

Handwerksunternehmen, größten (50)