Die Handwerkskammer Hamburg beteiligt sich an einem neuen europäischen Netzwerk mit dem Namen SME-TraiNet. Dieses erarbeitet Strategien zur Verbesserung der EU-Förderpolitik von KMU (kleine und mittlere Unternehmen). Das Ziel: Einen Trend von Insolvenzen kurz nach der Startphase zu verhindern.
Die Mehrzahl der Unternehmen im Handwerk- und Dienstleistungssektor in Europa sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie sind damit ein großer Wirtschaftsfaktor. Trotz einer Fülle von Beratungsangeboten und Trainings für Existenzgründer überleben aber nur wenige junge Firmen das dritte Jahr. Das europäische Netzwerkprojekt Small and Medium-sized Enterprise Training Network (SME-TraiNet) will dies ändern und die Europäische Förderpolitik von KMU verbessern.
Als einziger deutscher Partner beteiligt sich die Handwerkskammer Hamburg an diesem Netzwerk. Auch im Hamburger Handwerk gibt es eine hohe Abbruchquote. So gaben ca. 41 Prozent der neugegründeten Handwerksunternehmen in den ersten fünf Jahren ihrer Existenz wieder auf. „Wir dürfen diese Unternehmen nicht alleine lassen“, sagt Wiebke Reyels, Projektleiterin an der Handwerkskammer Hamburg. „Sie sind ein wichtiger Motor der Wirtschaft, und ich appelliere auch an andere deutsche Einrichtungen, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Nur dann können wir noch passgenauer für und mit den jungen Firmen arbeiten.“
SME-TraiNet wird gefördert durch die europäische Kommission. In einer Zusammenstellung ( Compendium) von erfolgreichen Beispielen und einem Bericht ( Executive Report) zur Situation junger Unternehmen in der Phase nach der Existenzgründung bietet das Netzwerk eine breite Untersuchung aus neun beteiligten europäischen Mitgliedstaaten sowie der Türkei. Näheres zu den Projekten des SME-TraiNet finden Sie auf der Projekthomepage .
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