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Handwerker-Knigge Teil 6: Das Auto - die fahrende Visitenkarte des Handwerkers

Das Fahrzeug des Handwerkers ist kein x-beliebiges Transportmittel, dem keine Beachtung zukommt. Vielmehr sagt es einiges über den Handwerker und dessen Firma aus. Der Firmenwagen ist eine "fahrende Visitenkarte" für den Handwerker und Aushängeschild seiner Arbeitsqualität.

Themenseiten: TS Handwerker-Knigge und TS Fuhrpark

Das Fahrzeug sollte möglichst sauber und in technisch einwandfreiem Zustand sein. Eine Werbebeschreibung oder ein markanter Aufkleber mit dem Firmenlogo lassen den Kunden schon von weitem erkennen, wer da auf sein Grundstück kommt.

Wie sollte das Fahrzeug des Handwerkers aussehen?

Selbstverständlich erwartet kein Kunde von einem Monteur-Fahrzeug, dass es aussieht, als käme es eben frisch poliert vom Autohändler. Aber total verdreckte Autoscheiben, herumliegende Zigarettenkippen, leere Flaschen und lose Zeitungen auf dem Boden, den Sitzen und in der Frontablage verleiten manchen Kunden dazu, negative Rückschlüsse auf die Arbeitsqualität des Handwerkers vorzunehmen.

Das ordentliche Erscheinungsbild des Fahrzeugs vermittelt dem Kunden Sicherheit und Zuverlässigkeit. Der Kunde vermutet, dass der Handwerker mit seiner Wohnung und seinem Eigentum genauso umgeht wie mit dem Fahrzeug, dass er täglich benutzt.

Parken Sie Ihr Fahrzeug nur auf öffentlichem Grund oder nach Rücksprache mit dem Kunden auf seinem Grundstück. Sollten Sie fremde Parkplätze belegen müssen, so liegen sie gut sichtbar ein Schild in den Wagen, zum Beispiel mit der Aufschrift: "Entschuldigen Sie bitte die Störung. Wir sind auf Montage bei Familie Meyer, Burgstraße 16 im zweiten Stock. Sie erreichen uns mobil unter..."

Kurz und knapp: Was sollten Sie besser vermeiden?

  • Fahrzeug vernachlässigen, "fahrende Müllkippe".
  • Uralte Fahrzeugbeschriftungen, die nicht mehr gelten (Telefonnummern etc.).
  • Ungefragt auf fremden Plätzen parken ohne Information, wo sie zu finden sind .
  • Auf Rasenflächen packen, Blumenbeete gefährden.

Kurz und knapp: Was kommt beim Kunden gut an?

  • Führen Sie einmal in der Woche einen festen Waschtag für ihre Fahrzeuge ein. Im Winter sollten Sie Ihre Fahrzeuge zweimal wöchentlich oder nach besonderem Bedarf waschen.
  • Säubern Sie Ihre Fahrzeuge wöchentlich auch von innen.
  • Halten Sie Frontablage, Fußraum etc. sauber und frei.
  • Zurren Sie Kundenware und Werkzeug im Laderaum fest.
  • Bieten Sie dem Kunden bei offener Heckklappe einer übersichtlichen Anblick ihres Gefährts.
  • Ersetzen Sie Beschriftungen und Lackierungen, wenn sie beschädigt oder vergilbt sind.
  • Aktualisieren Sie Beschriftungen, besonders Telefonnummern.
  • Entfernen Sie Rost und Schäden sofort.
  • Achten Sie darauf, dass ihr Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand ist.
  • Falls Sie auf einem fremden Parkplatz stehen müssen oder einem Garage blockieren, führen Sie ein Informationsschild mit sich, das Sie gut leserlich hinter die Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs stecken. Darauf schreiben Sie den Namen des Kundenhaushalts, in dem Sie zu finden sind.

Was haben Sie als Handwerker davon?

Der Kunde hat von Anfang an einen guten Eindruck. Ich bekomme mehr Vertrauensvorschuss von Kunden und kann lockerer arbeiten. Durch Rücksichtnahme auf die Nachbarn meines Kunden werde ich in meiner Arbeit nicht unterbrochen. Mein Kunde es nicht gezwungen, sich wegen mir bei seinen (neuen) Nachbarn zu entschuldigen, was wiederum negativ auf mich zurückfallen kann.

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Das Buch zur Serie

Noch mehr Tipps für den richtigen Umgang mit dem Kunden lesen Sie im Beststeller: Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden. Der erste „Knigge“ für Handwerker von Umberta  Andrea Simonis (www.simonis-servicekultur.de)

Bestell-Nr. 1506.11, Preis 24,80 € inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten; www.holzmann-medienshop.de

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Diese Themen erwarten Sie in der Serie von handwerk magazin:

  • Folge 6: Fahrzeug - Das Auto ist die „fahrende Visitenkarte" für Handwerker.
  • Folge 7: Senioren - So werden die „neuen Alten" die Lieblingskunden des Handwerkers.
  • Folge 8: Erwartungen - Erwartungen des Kunden erkennen und erfüllen ist das „Kleine Einmaleins" für Dienstleister.
  • Folge 9: Benehmen - Von der Begrüßung über Bitte und Danke bis zur angemessenen Sprache - Das richtige Benehmen als Schlüssel zum Erfolg.
  • Folge 10: Einwände und Enttäuschungen - Nutzen Sie Einwände und Enttäuschungen als Verkaufschance.
  • Folge 11: Arbeitskleidung - Kleider machen Leute - und auch vertrauenswürdige, sympathische Handwerker.
  • Folge 12: Pünktlichkeit - Pünktlichkeit sollte oberste Handwerkertugend sein, denn nichts verärgert Kunden mehr als das Warten auf Handwerker.

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