Markt

03.07.2009

Handwerk hilft Arbeitslosen

Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), und Holger Schwannecke, Geschäftsführer im Zentralverband des Deutschen Handwerks, gaben in Berlin den Startschuss für eine Kampagne für mehr Integrationschancen von Arbeitslosen.

Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit: 200.000 Arbeitslose haben eine handwerkliche Berufsqualifikation. Foto: BA

Der gemeinsame Appell von Bundesagentur für Arbeit und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ist der Auftakt zu der Informationskampagne „Hilfreiche Hände“ der BA mit dem Ziel, in den Köpfen der Unternehmen Vorurteile gegenüber SGB-II-Kunden abzubauen, Mauern zu überwinden und den Arbeitgebern den konkreten Nutzen für die Einstellung von „Hartz-IV-Empfängern“ aufzuzeigen.

Das Handwerk ist laut ZDH eine der Branchen in Deutschland, in der auch in der angespannten Konjunkturlage Arbeitsplätze entstehen. Aktuell seien bei den Arbeitsagenturen 130.000 Stellenangebote für handwerkliche und sozialpflegerische Berufe gemeldet. Der tatsächliche Bedarf dürfte weitaus größer sein.

Die Nachfrage nach Fachkräften könnte teilweise gedeckt werden, wann man die Vermittlungspotenziale im Bereich des SGB II (Hartz IV) besser nutzen würde.

„Wir haben in der Grundsicherung viele motivierte und engagierte Fachkräfte. Über 40 Prozent unserer Kunden sind weniger als sechs Monate arbeitslos, 60 Prozent haben einen Berufsabschluss“, erklärte dazu Heinrich Alt. über 200.000 Arbeitslose hätten eine handwerkliche Berufsqualifikation. „Wir könnten den Unternehmen sofort qualifizierte Vermittlungsangebote unterbreiten,“ so Alt.

Das Handwerk begrüße es sehr, dass die BA bei der Vermittlung gezielt auf die Bedürfnisse der Betriebe eingehen will, so ZDH-Geschäftsführer Schwannecke. Das gelte auch für das „Matching“ von Lehrstellenbewerbern und Ausbildungsbetrieben. Die Kommunikations-Kampagne sei wichtig, um den verbesserten Service der Arbeitgeberbetreuung und der Qualität der Vermittlung bekannt zu machen.

rm

 
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