Die Gründung eines eigenen Betriebs bietet vielen Handwerkern vielversprechende Chancen. Während sich heutzutage vor allem Arbeiter zwischen zwischen 25 und 44 Jahren selbständig machen, nimmt die Zahl der Unternehmensgründungen mit zunehmendem Alter ab. Zu diesem Ergebnis kommt der KfW Gründungsmonitor. Grund hierfür sind Ängste der älteren Berufstätigen.
Gegenüber jüngeren Gründern haben ältere Mitarbeiter zwar einige Vorteile, wie ihre langjährige Berufserfahrung, ein größeres Netzwerk oder das bessere Einschätzen der eigenen Stärken und Schwächen. Zudem verfügen ältere Gründer in der Regel über mehr Startkapital, doch diese scheuen sich zunehmend vor Neugründungen.
Das RKW Kompetenzzentrum hat in seiner Studie "Ältere Gründerinnen und Gründer" die größten Herausforderungen und Risiken älterer Gründer herausgefiltert:
1. Angst vor dem Scheitern
Der Wiedereinstieg ins Angestelltenverhältnis wird mit zunehmendem Alter schwieriger. Daher ist die Sorge vor einem Scheitern unter älteren Gründern größer.
Durch eine gute Vorbereitung und umsichtige Unternehmensführung könnten ältere Berufstätige jedoch ihr Risiko minimieren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.
Außerdem gilt: Je kleiner das Startkapital und je geringer die laufenden Kosten, desto einfacher lässt sich ein Fehlstart verkraften.
2. Keine Beratungsangebote für ältere Gründer
Ältere Gründer wünschen sich besonders zu den Themen Finanzierung, soziale Absicherung, Marketing und Kundengewinnung altersspezifische Beratungsangebote. Wichtig sind auch der Austausch mit anderen Gründern und Unternehmern sowie eine individuelle Begleitung während des Gründungsprozesses.
Ein besonderes Beratungsangebot für ältere Existenzgründer halten die befragten Experten nicht für notwendig, da die Beratungsthemen letztlich sehr ähnlich sind.
3. Förderdarlehen für ältere Gründer
Grundsätzlich stehen allen Gründern unabhängig vom Alter Existenzgründungs-Förderdarlehen des Bundes und der Länder zur Verfügung. Fast die Hälfte der vom RKW Kompetenzzentrum befragten Gründer wünschten sich jedoch Finanzierungsangebote speziell für ältere Gründer.
Gründungsexperten halten altersspezifische Förderangebote aber nicht für sinnvoll, da sich die Schwierigkeiten, die sich beim Gespräch mit der Bank ergeben können, altersunabhängig sind. Außerdem verfügten gerade ältere Gründer tendenziell über einen größeren Erfahrungsschatz, was die Erfolgschancen bei der Bank erhöhen kann. (ds)
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