Rechtsanwalt Rolf Schwedhelm* in Köln rät schon Existenzgründern, sich einen Hausanwalt zu suchen.
hm: Wann sollte sich ein Gründer anwaltlichen Rat einholen schon vor dem Start oder wenn es rechtliche Probleme gibt?
Schwedhelm: Auf jeden Fall vorher. In dem Moment, wo der Existenzgründer etwas unternimmt und Geld ausgibt, sollte er sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Klaren sein.
hm: Wie konkret sollten vor dem ersten Gespräch die Vorstellungen des Gründers sein? Sollte er etwa auch schon wissen, welche Rechtsform er haben will?
Schwedhelm: Nein, so konkret muss er es noch nicht wissen. Der Anwalt berät ihn, welche Firmierung für ihn vor allem haftungs- und steuerrechtlich am besten passt.
hm: Wie ist es etwa bei Werkverträgen, AGBs, Arbeitsverträgen hier kann der Gründer Formulare aus dem Internet einsetzen ...
Schwedhelm: Davor kann ich nur dringend warnen, weil der juristische Laie dabei häufig knapp daneben greift. Das schafft nur Probleme. Besser ist die individuelle Beratung für seinen Betrieb inklusive der Prüfung, welche Verträge er überhaupt braucht.
hm: Ist es auch für einen kleinen Gründerbetrieb darüber hinaus sinnvoll, so eine Art Hausanwalt zu haben, den er auch zwischendurch einfach mal anrufen kann?
Schwedhelm: Ja, das kann ich Existenzgründern nur empfehlen. Dann können sie auch kleine Fragen einfach und schnell beantworten lassen.
hm: Wie wird die Beratung abgerechnet?
Kann der junge Handwerksunternehmer vorab einfach fragen, was ihn das kostet?
Schwedhelm: Wie der selbständige Handwerker ist der Anwalt Unternehmer. Dazu
gehört die offene Ansprache des Themas
Honorar. Das hilft Ärger zu vermeiden
beim Mandanten und beim Anwalt.
*Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Handels- und Gesellschaftsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).
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