Die Vorschrift solle auch für Pelletheizungen gelten, die mit Kleinholz befeuerte werden, teilte das Umweltministerium mit. Bereits im Januar könnte das Kabinett über die nötige Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung entscheiden. "Kaminöfen sind Dreckschleudern“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Sie erleben derzeit aber einen Boom, weil sie in Baumärkten recht günstig angeboten werden. Da muss man ran." Bundesweit gebe es über 15 Millionen mit Holz befeuerte Öfen und Heizungsanlagen. Sie verpesten die Luft stärker als alle Dieselfahrzeuge zusammen: Im Jahr 2005 waren es 24.000 Tonnen Rauchstaub.
Experten schätzen die Kosten der Nachrüstung auf rund 1.200 Euro. Das Ministerium äußerte sich dazu nicht, verwies aber darauf, dass neue Kaminöfen, die den künftigen Grenzwerten entsprechen, zwischen 500 und 700 Euro kosteten. Außerdem sollen lange Übergangsfristen gelten. Je nach Alter des Ofens haben ihre Besitzer bis 2014 oder sogar 2024 Zeit, beim Schornsteinfeger nachzuweisen, dass ihre Anlagen die neuen Schadstoffgrenzen einhalten. Danach müssten die Öfen stillgelegt oder richtlinientreu ersetzt werden. Ausgenommen sind laut Umweltministerium offene Kamine und historische, vor 1950 errichtete, Öfen sowie private Kochherde, Backöfen und Badezimmeröfen.