In seinem jüngsten Wochenbericht fordert das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) eine systematische Überprüfung der privaten Altersvorsorge über die Riester-Rente.
Es gebe ernstzunehmende Hinweise darauf, dass bei der Riester-Rente zum Teil die Kosten zu hoch und die Konditionen unklar seien, berichtete das Institut am Mittwoch in Berlin. Verbraucherschützer kritisierten unfaire Vertriebsmethoden, eine begrenzte Offenlegung von Kosten, unzureichende Verbraucherinformation sowie erfolglose Beschwerden.
Außerdem, so kritisiert das DIW weiter, werde die eigentliche Zielgruppe der staatlich geförderten Altersvorsorge, nämlich Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, zu selten erreicht. Die Bundesregierung messe den Erfolg der Riester-Rente vor allem an der Zahl der Vertragsabschlüsse, konkrete Daten fehlten aber.