Dazu hat die EU-Kommission Leitlinien für die Gebühren vorgelegt, die sich Telefonanbieter gegenseitig für die Durchstellung in fremde Netze berechnen dürfen. Diese Zustellungsentgelte sind bei Gesprächen vom Fest- ins Mobilnetz nach Angaben der Kommission in der Regel zehn Mal so hoch wie innerhalb des Festnetzes.
Kritisiert wurden von der für Telekommunikation zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding auch die erheblichen Preisunterschiede zwischen den Ländern. Während in Zypern 2008 nur zwei Cent pro Minute anfallen, wurden in Deutschland durchschnittlich acht Cent und in Bulgarien sogar 15 Cent verlangt.
Die EU-Kommission hat jetzt die nationalen Regulierungsbehörden aufgefordert, die Zustellentgelte zu überprüfen. Würden die Vorschläge umgesetzt, ließen sich nach Angaben der Kommission künftig bei Anrufen vom Fest- ins Mobilnetz zwei Milliarden Euro sparen.
Text: me
Foto: EU-Kommission