11.01.2016 | rm

Dachdecker: Je Dachsanierung 4,6 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart

Mit Wettermoderator Jörg Kachelmann als Zugpferd machen die Dachdecker bei der internationalen Fachmesse „Dach und Holz“ vom 2. bis 5. Februar in Stuttgart auf ihre Bedeutung für den Klimaschutz aufmerksam.

Bild: Kadmy/Fotolia.com
Laut Bundesamt für Umweltschutz spart jeder Quadratmeter sanierter Dachfläche pro Jahr 18 Kilowattstunden (kWh) Energie ein.

Andreas Ambrus, Obermeister der Dachdeckerinnung Stuttgart, wird am 4. Februar auf der Fachmesse „Dach und Holz" gemeinsam mit Wettermoderator Jörg Kachelmann folgende Rechnung aufmachen: Laut Bundesamt für Umweltschutz spart jeder Quadratmeter sanierter Dachfläche pro Jahr 18 Kilowattstunden (kWh) Energie ein. Weil ein Dachdecker im Schnitt 920 Quadratmeter Dachfläche pro Jahr saniert, kommt er auf eine Ersparnis von 16.560 kWh/Jahr. Das entspricht einer Emission von 4,6 Tonnen Kohlendioxyd, das den Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung verursacht.
„Wenn wir die Sanierungsquote von derzeit unter einem Prozent pro Jahr auf zwei oder vier Prozent steigern, wie dies der Club of Rome seit Jahren fordert und die Bundesregierung empfiehlt, erreichen wir die Ziele der Weltklimakonferenz vom Dezember in Paris“, sagt Ambrus. Demnach darf sich das Klima bis 2050 nur um maximal zwei Grad erwärmen.
Sanierungsbedürftig sind laut Innung im Schnitt ein Steildach nach 50 und ein Flachdach nach 30 Jahren. Energetisch bildet das Dach mit 30 Prozent Einsparpotential vor der Fassade mit 20 Prozent den größten Effizienzhebel. Die verbleibende Hälfte teilen sich Heiztechnik, Fenster etc.

Die Innung fordert auch die öffentliche Hand auf, Vorbild bei der Gebäudesanierung zu sein. So wolle der Bund 4,1 Milliarden Euro bis 2050 in seine bundesweit 4700 Gebäude investieren, um sie CO2-neutral zu machen. Schon bis 2020 soll deren Verbrauch um ein Fünftel sinken, bis 2050 sogar um vier Fünftel. Die energetische Sanierung (2,8 Mrd.) soll im Kontext von Modernisierungen (1,3 Mrd.) stattfinden, kündigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bereits im Herbst 2015 an. Bei 80 Prozent der Liegenschaften ist die Fassade laut Deutscher Energieagentur (Dena) nicht oder nur mäßig gedämmt.

 
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