Finanzen -

Bürgschaftsbanken: Neue Angebote pushen Nachfrage

Bei stabiler Wirtschaftslage unterstützten die deutschen Bürgschaftsbanken 2015 mehr Unternehmen. Sie vergaben Bürgschaften und Garantien in Höhe von fast 1,1 Milliarden Euro an über 6.600 kleine und mittelständische Betriebe.

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Mithilfe der regionalen Bürgschaftsbanken in den Bundesländern konnten Unternehmen Kredite und Beteiligungen über mehr als 1,6 Milliarden Euro aufnehmen. Das waren 2015 rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.

„Das Geschäft der Bürgschaftsbanken hat sich 2015 stabil entwickelt. Bei einigen Bürgschaftsbanken gibt es erfreuliche Zuwächse. Wir haben unser Angebot erweitert. Jetzt können die Bürgschaftsbanken die unterschiedlichen Vorhaben der Betriebe mit noch passgenaueren Finanzierungen begleiten“, sagt Guy Selbherr, Vorsitzender des Verbands der Deutschen Bürgschaftsbanken (VDB), zu den aktuellen Ergebnissen.

Neue Angebote für Handwerksbetriebe

Damit die Energiewende gelingen kann, können Energieeinsparungen über mindestens 25 Prozent durch Contracting-Vorhaben seit Anfang 2016 mit sogenannten Contracting-Bürgschaften der Bürgschaftsbanken besichert werden(siehe dazu auch die aktuelle Februar-Ausgabe von handwerk-magazin). Dafür wurde der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 auf zwei Millionen Euro angehoben. „Bei Contracting müssen Handwerker und Planer größere Summen in die Hand nehmen. Mit der Unterstützung von Bund und Ländern können wir bei Contracting-Bürgschaften größere Finanzierungen ermöglichen“, so Selbherr.

Die Entwicklung der Bürgschaftsbanken wird außerdem von einer weiter gestiegenen Nachfrage seitens Gründern und Nachfolgern getragen: Mit knapp 3.200 Bürgschaften gingen fast die Hälfte aller ermöglichten Finanzierungen im vergangenen Jahr an Existenzgründer und Unternehmensnachfolger. Ihnen wurden Kredite und Beteiligungen in Höhe von 622 Millionen Euro ermöglicht, 15 Prozent mehr als noch 2014.

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