Betriebsversicherung

06.09.2010

Betriebshaftpflicht: Wichtige Tipps und Infos

Über 100 Gesellschaften bieten hierzulande betrieblichen Haftschutz an. Bei richtiger Auswahl lassen sich zwischen 30 bis 100 Prozent Prämie sparen - und das bei gleichen oder sogar noch besseren Vertragsbedingungen.

Die billigste Versicherung ist allerdings nicht unbedingt immer von Vorteil. Gerade dann, wenn Kunden von Handwerksbetrieben zufriedengestellt werden müssen. Im Schadenfall kommt nach Experten-Erfahrungen gerade in der Haftpflicht bei teureren Versicherern häufig eine bessere Lösung zustande als bei Billiganbietern.

Für Unternehmensgründer sind in den ersten Berufsjahren bei vielen Anbietern Nachlässe drin. Bis zu einem Drittel zum Beispiel in den Haftpflicht-Einsteigerpolicen.

Handwerker, die viel beim Kunden arbeiten, haben immer ein größeres Haftpflichtrisiko – gerade bei Bearbeitungs- und Allmählichkeitsschäden, die sie entsprechend hoch absichern sollten.

Gut zu wissen

Vertrag und Konditionen: Wer einem anderen Schaden zufügt, ist gesetzlich zum Schadenersatz verpflichtet – in unbegrenzter Höhe. Firmen können dieses Risiko mit einer Betriebshaftpflichtversicherung freiwillig absichern. Die Police deckt Sach- und Personenschäden ab, die Kunden, Lieferanten oder Besuchern zugefügt wurden. Firmenchef und Mitarbeiter sind versichert. Ergänzend zur Police können Umwelthaftpflicht-, Umweltschaden- und Produkthaftpflichtversicherung nötig sein – je nach Branche.

Die betriebliche Haftpflichtversicherung wehrt unberechtigte Ansprüche ab, notfalls gerichtlich, und ersetzt Schäden nur, soweit Sie dazu gesetzlich verpflichtet sind. Die Prämie richtet sich nach Lohn- und Gehaltssumme oder Mitarbeiterzahl und nach Branche/Betriebsart.

Die wichtigsten Fakten

Auswahl: Die Police sollte immer nach passenden Konditionen und der Höhe der Prämie ausgewählt werden.

Deckungssummen: Grundsummen von ein bis zwei Millionen Euro für Personen- und Sachschäden sollten nicht unterschritten werden - bei größeren Aufträgen Summe projektgebunden aufstocken (Exzedentenversicherung).

Bearbeitungsschäden: Mindestens mit 50.000 bis 100.000 Euro absichern. Es kursieren immer noch Verträge mit 10.000 oder 20.000 Euro. Bei Arbeiten in eigener Werkstatt beachten, dass auch dort Bearbeitungsschäden versichert sind.

Risikobeschreibung: Möglichst genau vorgehen – mit allen betriebstypischen Tätigkeiten im Innen- und Außenbereich. Am besten aber mit Makler- oder Beraterhilfe ausarbeiten. Daraus ergibt sich der Versicherungsschutz und Schadenersatz.

Ausschlusskatalog: Darauf achten, dass Allmählichkeitsschäden versichert sind. Sie sind unentbehrlich für Firmen, die auf fremden Grundstücken oder beim Kunden arbeiten.

Selbstbehalte: Sie senken die Prämie spürbar.
(carla fritz/coh)

 
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