Sozialversicherung -

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wie sinnvoll ist eine Police für Handwerksunternehmer?

Berufsunfähigkeit ist mittlerweile ein ernstes Problem: Fast jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland wird vor dem Rentenalter durch körperliche oder psychische Erkrankungen an der Ausübung seines Berufs gehindert. Viele Handwerker sind besonders betroffen, da sie körperlich schwer arbeiten und die Stressbelastung auch weiter steigt. Was ist aber, wenn der Ernstfall eintritt?

Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, da kaum Unterstützung vom Staat anzunehmen ist. Für freiwillig gesetzlich versicherte Handwerksunternehmer und Angestellte gilt: Eine staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung von 50 Prozent des Nettogehalts erhalten nur diejenigen, die vor 1961 geboren wurden. Jüngere Versicherte bekommen nur eine Erwerbsminderungsrente von 30 Prozent des aktuellen Nettogehalts.

Jungunternehmer trifft es besonders hart

Wer in einer Firma angestellt und Berufseinsteiger ist, muss darüber hinaus mindestens drei von fünf Jahren in die gesetzliche Sozialversicherung eingezahlt haben. Auch Jungunternehmer und Selbstständige, die nicht gesetzlich abgesichert sind, trifft es besonders hart. Sie würden nicht einen Cent erhalten, wenn sie berufsunfähig werden. Auch wer das Unternehmen seiner Eltern erbt und es weiterführt gilt als Neueinsteiger. Aus diesem Grund erscheint eine BU fast unerlässlich. Dennoch sind laut Schätzung der Handwerkskammer Düsseldorf nur zehn Prozent der Handwerker in Deutschland privat gegen Berufsunfähigkeit abgesichert.

Gesetzgeber bestimmt Gutachter

Auch für diejenigen, die gesetzlich abgesichert sind, kann sich eine zusätzliche private Berufsunfähigkeitsversicherung lohnen. Denn der Gesetzgeber kann Betroffene auf einen anderen Beruf verweisen ...

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  • Ausstieg aus der Rentenversicherung (PDF, 35 kB)

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