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01.04.2011 dapd / Jennifer Zimmermann

Aprilscherze locken in die Virenfalle

Der erste April ist weltweit ein beliebtes Datum, um sich mit seinen Mitbürgern einen Spaß zu erlauben. Das wissen auch Online-Kriminelle und nutzen diesen Tag alljährlich zur Verbreitung von Schadecode wie Würmer, Viren oder Trojanern.

Bild: iStockphoto
Onlinekriminelle nutzen den ersten April gerne für ihre Zwecke.

Das Securitysoftware-Unternehmen G Data rechnet zum 1. April mit einem erhöhten Aufkommen gefährlicher Aprilscherz-Mails. Neben Spam setzen die Täter bei der Verbreitung von Schadcode zunehmend auf soziale Netzwerke. Dort platzieren sie Nachrichten mit Links zu verseuchten Webseiten. Angeboten werden vermeintlich Videos und Bilder gelungener Aprilscherze oder Grußkarten.

Die Tipps der Experten

Die Betrüger setzen vor allem auf die Neugier der Empfänger. Der erste April ist mittlerweile ein festes Datum im Kalender der Onlinekriminellen. Generell setzen die Täter zur Verbreitung von Schadcode infizierte Webseiten ein. Spam wird primär genutzt, um Opfer auf diese zu locken.

Mit diesen sechs einfachen Sicherheitstipps schützen Sie ihr Netzwerk:

  1. E-Mails unbekannter Absender gehören generell ungelesen gelöscht. Dateianhänge, wie Grußkarten oder Videos, sollten ebenso wie Links nicht aufgerufen werden.

  2. Online-Kriminelle nutzen den Vertrauensvorschuss der Nutzer für ihre Zwecke aus. Auch in sozialen Netzwerken sollten Links daher nicht unbedacht angeklickt werden, selbst wenn sie von Freunden kommen. Bei der Überprüfung von Kurz-URLs helfen Dienste wie z.B. http://longurl.org/

  3. Die Sprache kann einen Betrug schon entlarven. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Freunde eine Nachricht in einer anderen Sprache, als ihrer Muttersprache verschicken. Auch Rechtschreib- und Grammatikfehler sind häufig ein Indiz für unerwünschte Post.

  4. Das installierte Betriebssystem, der Browser und seine Komponenten sowie die installierte Sicherheitslösung sollten immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Programm-Updates sind vom Anwender umgehend zu installieren, um so bestehende Sicherheitslücken zu schließen.

  5. Anwender sollten auf umfassende Sicherheitslösungen setzen, die den Webverkehr permanent auf Schadcode untersuchen. PCs sind so vor Infektionen durch unbeabsichtigtes Herunterladen von Schadsoftware (auch Drive-by-Downloads genannt) wirksam geschützt. Ein Spam-Filter zur Abwehr von unerwünschten E Mails ist ebenfalls ein Muss.

  6. Spam-Mails sollten niemals beantwortet werden, auch nicht mit dem vermeintlichen Abmelde-Link (Unsubcribe-Befehl). Eine Antwort zeigt den Betrügern, dass die Adresse aktiv genutzt wird und das macht sie noch wertvoller für die Spam-Versender.

Tipp: Eine Übersicht über aktuelle Virenschutz-Software finden Sie auf netzwelt.de.

 

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