Markt

21.12.2009

Aldi attackiert Bäckereien

Aldis Süd möchte seine knapp 1800 Filialen mit Backautomaten ausrüsten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Kunden sollen damit auf Knopfdruck warme Brötchen erhalten. Erste Filialen testen das Angebot bereits, in zwei bis drei Jahren soll die Umstellung abgeschlossen sein. Bäckereien rechnen mit einem ruinösen Verdrängungswettbewerb.

Für kleine und mittelständische Bäckereien wird der Konkurrenzkampf härter: Aldi Süd rüstet mit Backautomaten auf. Foto: ddp

Aus Tiefkühlrohlingen erhält der Kunden binnen weniger Minuten Weizenbrötchen, Laugenbrezeln oder auch Baguettes zum Preis von 15 Cent, 39 Cent und 79 Cent. So lief es bisher in den Testdiscountern.

Die Branche rechnet nach der Aldi-Backoffesive mit einem verschärften Verdrängungswettbewerb. Die SZ zitiert Lutz Henning, Chef der Bäko-Zentrale Nord in Duisburg: „Die Entscheidung von Aldi Süd, ofenfrische Backwaren zu verkaufen, wird an vielen Orten zu einer Neuverteilung von Marktanteilen führen.“

In Deutschland gibt es rund 15.000 Meisterbetriebe des Bäckerhandwerks. Ihnen stehen rund 46.000 Backstationen in Supermärkten oder Back-Discountern gegenüber. Dirk Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Backwerk, sagte der Süddeutschen Zeitung, er erwartet, dass andere Discounter nachziehen: „In spätestens drei Jahren werden alle Discounter frische Backwaren anbieten.“ Lidl und Penny experimentieren laut Bericht bereits in einigen Filialen mit Backautomaten.

ree


 

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