IT
11.02.2009
Teurer Mobilfunk
AGB-Falle
Für MMS- und SMS gilt nach wie vor die nach oben offene Preisskala.
Bei Mobilfunkverträgen lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen. Foto: ddp
Die Europäische Kommission hat nicht alle Kostenfallen für den Mobilfunk verboten, wie Biallo berichtet. Für Datennutzung, den MMS- und SMS-Versand gibt es weiterhin keine Preisobergrenzen, ebenso wenig für Telefonate außerhalb der Europäischen Union.
Roaming-Preisgrenzen für Handy-Gespräche gelten derzeit nur für Anrufe innerhalb der Europäischen Union. Angenommene Gespräche dürfen maximal 26 Cent pro Minute, abgehende Gespräche 54 Cent pro Minute kosten.
Prepaid-Telefonierer, die sich auch im Ausland vor „Telefonieren über das Budget hinaus“ geschützt glauben, begehen einen möglicherweise teuren Irrtum. Manche Mobilfunk-Anbieter rechnen die Roaming-Gebühren nicht sofort ab – es kann also auch ohne Guthaben weitertelefoniert werden, das Geld wird dann vom Konto eingezogen.
Simply fordert „Kartenpfand“
Es lohnt sich deshalb vor Vertragsabschluss, selbst bei einem Prepaid-Vertrag das Kleingedruckte genau durchzulesen. Eine besonders interessante Klausel hat beispielsweise Simply. Wenn Kunden ihren Vertrag kündigen, müssen sie innerhalb von drei Wochen ihre Sim-Karte in einwandfreiem Zustand zurückschicken. Andernfalls nimmt Simply ein sogenanntes Kartenpfand von 29,65 Euro.
Auf eine Beschwerde über die Kundenhotline sollten verärgerte Ex-Kunden allerdings verzichten. Ein Anruf kostet dort bis zu 1,79 Euro pro Minute. Teuer wird es auch, wenn Kunden ihr Handy verlieren oder es gestohlen wird. Das Sperren der Sim-Karte kostet bei den Discountern Simply und Maxxim 18 Euro, die Ersatzkarte 20 Euro. Damit sind die Discounter allerdings nicht allein. Auch die Netzbetreiber lassen sich Ersatzkarten von ihren Kunden bezahlen. (biallo/gb )
Ihr Kommentar zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login