Markt

17.04.2008
Unfallstatistik

12 Prozent weniger Tote bei der Arbeit

Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) meldet, ereigneten sich im vergangenen Jahr 630 tödliche Arbeitsunfälle, das sind zwölf Prozent weniger als 2006. Auch beim Weg von und zur Arbeit ist die Zahl der Unfälle mit Todefolge von 535 in 2006 auf 496 gesunken. Während es auch bei den Unfallrenten einen Rückgang gab, hat die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ohne Todesfolge sowie die Meldungen von Berufskrankheiten im Jahresvergleich zugenommen. „Die vorläufigen Ergebnisse für 2007 deuten darauf hin, dass Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die richtigen Angebote in der Prävention machen“, erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV.

Weil wieder mehr Menschen arbeiten, steigt nach Aussage von DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer auch die Zahl der Arbeitsunfälle.

In absoluten Zahlen gesunken ist die Zahl der schweren Arbeitsunfälle. Darauf lässt die Entwicklung bei den neuen Arbeitsunfallrenten schließen. Hier ging die Fallzahl gegenüber 2006 um 7,9 Prozent auf 17.158 zurück. Die Zahl der Unfallrenten, die durch Wegeunfälle verursacht wurden, fiel sogar um 13,6 Prozent auf 6.168.


"Es ist erfreulich, dass diese Rückgänge trotz eines Anstiegs bei der absoluten Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle erreicht wurden", so Breuer weiter. Insgesamt lag die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr bei 977.297 und damit um drei Prozent höher als noch 2006. Die Zahl der Wegeunfälle lag bei 167.054, was einem Rückgang von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


Der Anstieg der absoluten Zahlen sagt aber nichts darüber aus, ob auch das Risiko gestiegen ist, Opfer eines Arbeitsunfalls zu werden. Bereits 2006 zeigte sich, dass die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle zwar gestiegen war, die Zahl der Unfälle gemessen an den geleisteten Arbeitsstunden jedoch sank. "Das mag paradox erscheinen, erklärt sich allerdings durch den allgemeinen Beschäftigungszuwachs", sagt Breuer.


Text: me
Foto: DGUV

 
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